Start Kontakt International Presse

Ist unser Wald gefährdet?

Start > Heizen mit Holz > Ist unser Wald gefährdet?

Wird der deutsche Wald für Holzheizanlagen abgeholzt?

Gehören solche Bilder bald der Vergangenheit an?

Nein, natürlich nicht!

Unser Wald ist keine Rohstoffquelle, die man ausschöpft und dann nach neuen Vorkommen sucht.
Vielmehr ist der Wald als eine gigantische Holzfabrik zu sehen, die uns quasi als Abfallprodukt Sauerstoff, Naherholungsgebiete, Pilze, Beeren und Wild liefert. Holz ist der einzige Rohstoff, dessen Produktion die Umwelt nicht belastet.

Und damit diese Holzfabrik auch längerfristig die erforderlichen Mengen liefern kann, gibt es zahlreiche Programme und Verordnungen, um eine naturnahe und nachhaltige Forstwirtschaft zu gewährleisten.

Im Jahre 2002 hat die Bundesregierung eine Charta für die verstärkte Holznutzung zugunsten von Klima, Lebensqualität, Innovationen und Arbeitsplätzen (Charta für Holz) in Auftrag gegeben. Im Grußwort schreibt die damalige Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft Renate Künast folgendes:

„Wir wollen eine Charta für den stärkeren Holzabsatz bzw. Holzverwendung initiieren… …das haben die Regierungsparteien im Oktober 2002 im Koalitionsvertrag vereinbart. Gemeinsam mit der Wirtschaft und den Verbänden haben wir die Vision in einen konkreten Plan – die Charta für Holz – mit den notwendigen Maßnahmen umgesetzt. Danach soll der Verbrauch von einheimischem Holz in den nächsten zehn Jahren um 20 Prozent gesteigert werden. Das Ziel ist anspruchsvoll aber mit vereinten Kräften aller Beteiligten erreichbar.

In Deutschland, und das unterstreichen auch die Ergebnisse der neuen Bundeswaldinventur, wächst weit mehr Holz nach als wir derzeit nutzen.

Holz ist eine sich selbst erneuernde Rohstoffquelle mit vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten und vielen ökologischen Vorteilen. Dieses natürliche Potenzial gilt es mit einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung stärker zu nutzen. Nachhaltige Holznutzung und Umweltschutz sind kein Widerspruch, sondern eine Symbiose. Jeder Baum entzieht der Atmosphäre im Laufe seines Lebens große Mengen des Treibhausgases CO2. Die Nutzung von Holz als Bau- und Werkstoff verlängert diese Speicherwirkung. Vorteile gibt es auch bei der Holzverarbeitung – kurze Transportwege, im Vergleich zu anderen Baustoffen geringes Gewicht sowie eine energiearme Verarbeitung.

Mehr Holzverwendung aus heimischen Wäldern schafft Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum insbesondere im ländlichen Raum. Bereits heute ist die Forst- und Holzwirtschaft ein bedeutender Sektor mit rund 1 Mio. Arbeitsplätzen und 100 Mrd.€ Umsatz.

Die nachhaltige Bewirtschaftung von mehr als zwei Dritteln unserer heimischen Wälder wird von unabhängigen Dritten kontrolliert und überwacht, diese Flächen sind zertifiziert. Mit einer stärkeren Nutzung kann auch ein Beitrag zur Entlastung der Wälder in anderen Teilen der Welt, wo nachhaltige Waldbewirtschaftung nicht immer sichergestellt ist, geleistet werden.

Die Charta für Holz ist eine gute Grundlage für unsere weitere Arbeit. Ich danke allen Beteiligten für ihr Engagement, für die vielen guten Ideen und die Zeit, die sie investiert haben.”

(Die komplette Charta für Holz können Sie rechts oben herunterladen.)

...